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Leb wohl Pappbox

Geschrieben von Arno am Montag, 1. März 2010 in Computer


Früher waren Computer Spiele in Pappboxen verpackt. Diese wurden auch benötigt, damit die immer größer werdende Anzahl an Disketten hinein passte. Als dann in den 90ern Spiele auf CD erschienen, änderte sich einiges. 




Brachte Asymmetrie in mein Regal: Die DVD Hülle!


Neue Titel erschienen weiterhin in Pappboxen, die jetzt aber CDs (je nachdem in CD Case oder lose in Papierhülle) enthielten. Nach einem halben Jahr kamen die Spiele zum halben Preis nochmal in die Läden. Diesmal aber nur noch im schlichten CD Jewel Case, wo das Handbuch als PDF auf der CD war, oder nur noch aus zwei Seiten bestand. Zu finden waren diese "Budget-Spiele" meist in einer Grabbel-Kiste (die Software Pyramide gab es damals noch nicht), mit anderen weniger guten Titeln. 


Ende der 90er enthielten aber die Pappboxen meist nur noch eine CD im Jewel Case. Keine Spur mehr vom gedruckten Handbuch. Der einzigste Grund warum es die Box noch gab, war das Wertigkeits-gefühl, dass ein einfaches Jewel Case einfach nicht besaß. Vor diesem Problem stand auch die Filmindustrie, als sie auf die DVD umstellen wollte. Man suchte eine alternative zum ausdruckslosen Jewel Case. Aus diesem Grunde entwickelte man die DVD Hülle, die von der VHS Hülle abgeleitet wurde. Damit war auch das Problem der Spieleindustrie gelöst. Die DVD Hülle war einfacher Herzustellen als Pappboxen, und bot im gegensatz zum Jewel Case auch noch Platz für Handbücher.


Ich kann mich noch erinnern, wie die Computer Bild Spiele 2001 Pappboxen als "Out" abstempelte. Dort wurden Sachen wie "hoher Platzverbrauch" und "altmodisch" erwähnt. Ich persönlich finde die Pappbox aber viel schöner, da sie vor allem in den frühen Jahren eine hohe Vielfalt boten. Da gab es aufklappbare Fronten, zusätzliche Schuber und die Pappe war teilweise viel dicker, was sehr edel wirkte. Erscheint heute ein Spiel als Limited Edition, kommt es meist in einer Metall Box, welche aber genau wie normale DVD Verpackungen Massenware ist, die zum Standart Sortiment fast aller Presswerke gehört.


Jetzt kommt der Punkt, an dem ich die Rückkehr zur Pappbox fordern sollte, aber da mich die Qualität der heutigen Titel nicht wirklich überzeugt, spare ich mir das. 

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2 Kommentare

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blumentopferde
01.03.2010 21:21

Nicht zu vergessen war in den Pappboxen Platz für jede Menge Bonus-Material, das heute nur noch in Limited Editions vorkommt. Ich erinnere mich z.B. immer gern an die Tarot-Karten, das Magie-Buch und die auf Stoff gedruckte Karte Britannias in der Box von Ultima IX. Oder den ganzen kreativen Kram aus der Amiga-Ära: Elite II-Sternkarte, Turrican II-Poster, Zak McKracken-Zeitung... (Antwort)

 
AgonyArtworkz
26.02.2012 21:16

Auch ich würde mich über eine Rückkehr der Pappbox freuen. Ich habe aber eine kuriose Entwicklung beobachten können: Aktuell werden ehemalige Vollpreistitel teilweise mit einer Pappbox ausgestattet wenn sie in den Budget-Bereich abwandern.

So geschehen zum Beispiel bei "Metro 2033". Ich habe den Titel für ca. 30€ bei bei einem großen Internetkaufhaus erworben. Mittlerweile steht der "Metro 2033" für 10€ in den Läden. In einer großen Pappbox.

"Bioshock 2" und "Oblivion" habe ich beide für jeweils 10€ im Supermarkt erworben. Beide in einer großen Pappbox. In den Boxen selber steckten die damaligen Vollpreis Verkaufsversionen in DVD-Hüllen. Noch eingeschweißt wohlgemerkt.

Beim ersten "Bioshock" Teil habe ich dann sogar zur gekürzten deutschen Budget-Version gegriffen, nur um meine Uncut-Version aus dem Ausland in die große Pappbox stecken zu können. (Antwort)

 

Antwort


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