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Spielkonsolen am Netz - Teil 7

Geschrieben von Arno am Dienstag, 23. Februar 2010 in Allgemeines

Sega am Netz - Teil 2




Links das japanische Saturn Modem, mit Prepaid Card, rechts das amerikanische 



Auf einige Versuche das Genesis ans Netz zu bekommen, sind wir bereits in den Nintendo teilen eingegangen, und werden deshalb nicht weiter darauf eingehen. Stattdessen gehen wir gleich weiter zum Saturn. 

Catapult Entertainment und Sega erprobten 1996 in Japan eine Version des Xband Modems für das Saturn. Das 14,4k schnelle "Segasaturn Network" Modem unterstützte 10 verschiedene Titel. Bezahlt wurde mittels spezieller Prepaid Cards, die direkt in das Modem gesteckt wurden. Diese kosteten 2.000 Yen (das wären nach aktuellem Wechselkurs rund 15€) und reichten für 100 partien. Auf einer CD wurde zusätlich ein Browser (der auf den Namen "Pad Nifty" hörte) mitgeliefert, der das Browsen im Internet erlaubte. Trotzdem floppte das Modem, da es zu teuer und langsam war.


Anders sah es hingegen in den USA aus. Hier wurde von Sega of America ebenfalls ein Modem veröffentlicht, welches auf der Xband Technologie basierte. Mit 28,8k war es deutlich schneller als die japanische Version, aber leider auch teurer. Einzeln kostete das Modem stolze 199$. Oder man kaufte es im Bundle mit der Konsole für 400$. Das besondere am NetLink Modem war, dass es sich nicht mehr auf einem zentralen  Server einwählt, sondern man direkt mit seinem Gegner verbunden wird. Man musste nur seine Telefon Nummer wissen. Aus diesem Grunde funktionieren NetLink Modem noch heute, während die japanischen Modems nur noch Sammlerstücke sind. Auf Saturn League verabreden sich noch heute Saturn Fans zu Online Partien. Im Netlink Modem war ebenfalls ein Browser (Planet Web) enthalten, den man durch zusätzlich erhältliche Maus und Tastatur spielend leicht bedienen konnte. Sega testete einen möglichen Europa Start in Finnland, aber da war es bereits zu spät für das Saturn.


Insgesamt konnten in den USA nur rund 20.000 Modems verkauft werden. Erstaunlicherweise unterstützte das amerikanische Netlink Modemim Gegensatz zum Japanischen nur 5 verschiedene Spiele.





Kurz vorm Schluss veröffentlichte Sega noch einen DSL tauglichen Breitband Adapter



Aber Sega gab nicht auf und wollte mit der Dreamcast das Online spielen revolutionieren. Als die Konsole am 27. November 1998 in Japan veröffentlicht wurde, war es die Weltweit erste Kosnole, die Serienmäßig mit einem Modem ausgestattet war. Während US Konsolen ein 56k Modem enthielten, waren die restlichen nur mit einem 33,6k Modem ausgestattet. Einzig brasilianische Konsolen kamen ganz ohne Modem. Ab hier ging es mit dem Online Gaming steil bergauf. Zentrum war stets ein Online Dienst (Sega Net in Japan und den USA, Dreamarena in Europa), auf dem man Chatten, E-mails schreiben und Infos zu neuen Spielen erhalten konnte. Außerdem gab es wieder Browser (Dreamkey in Europa, DreamPassport in Japan und Planet Web in den USA), mit denen man durchs Web surfen konnte.


Das erste echte online Spielbare Spiel war das Puzzlespiel Chu Chu Rocket, das bald jeder Dreamast beilag. Insgesamt gab es knapp 50 Spiele (von denen nur 10 in Europa erschienen), die aktiv Online gespielt werden konnten und noch mal knapp 20, die in irgendeiner Form (Download neuer Inhalte) von den Online fähigkeiten gebrauch machten.Doch wir wissen wie die Geschichte ausgeht. Sega verlor den Konsolenkampf und so wurden die Server der Online Dienste schrittweise abgeschaltet. Bei der Europäische Dreamarena wurden zuletzt am 1. April 2007 die letzten (für Phantasy Star Online) Server abgeschaltet. Beim amerikanischen SegaNet gingen bereits 2002 die Licher aus. Aber auch nach dem offiziellen Tod gibt es Gruppen, die auf privaten Servern auch heute noch Online Partien auf der Dreamcast austragen. Für den deutschen Raum wäre das DCArena und für den englischen Dreamcast.Onlineconsoles.




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