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Spielkonsolen am Netz - Teil 4

Geschrieben von Arno am Samstag, 13. Februar 2010 in Allgemeines

Nintendo am Netz - Teil 2




1995 erschien das X-Band Modem von Catapult Entertainment für SNES und Sega Genesis, das erstmals Online-spielen gegen andere Spieler erlaubte. Zum Preis von nur 19.95$ erhielt man das Modem. Die monatlichen Gebühren lagen bei 4.95$ und ermöglichten 50 Einwahlen. Für 9,95$ waren die monatlichen Einwahlen unbegrenzt, aber diese waren immer auf den lokalen Vorwahlbereich begrenzt. Wollte man gegen jemanden vom anderen Ende der USA spielen, zahlte man 3,95$ pro Stunde! 

Das spielen war leider auf eine begrenzte Anzahl an Onlinefähigen Titeln beschränkt. Rund ein Dutzend Spiele (unter anderem Mario Kart für SNES) wurden unterstützt.


Neben dem spielen konnte man auch Emails innerhalb des X-Band Netzwerkes verschicken und einen Newsletter, der über neue Spiele berichtete, empfangen. Auch Statistik über die eigenen Erfolge wurden vom Service geführt, und nach dem Spiel konnte man den Gegner per Chat auslachen.   


Am 30. April 1997 wurde der Dienst dann wieder Eingestellt. Zu Hochzeiten kam er auf bis zu 7.000 Mitglieder, aber er kam zu spät, als das 16-bit Zeitalter bereits endete, und durch die langsame Geschwindigkeit des Modems konnten nicht alle Spiele problemlos gespielt werden.  



Natürlich hat Nintendo auch etwas offizielles herausgebracht (zumindest in Japan),was so etwas ähnliches wie ermöglichte: Das Satellaview oder auch BS-X (FS steht für Broadcasting Satallite). Dabei handelt es sich um einen Satelliten Empfänger. An eine Satellitenschüssel angeschlossen, konnten zwischen 13 und 19 Uhr bestimmte Inhalte auf spezielle Speicherkarten geladen werden. Die Inhalte sahen ähnlich aus, wie beim Famicom Modem: Neben Cheats und Tricks gab es auch wieder einen News Bereich und schließlich das wichtigste, die Download Sektion. Hier konnten neben Spiele Demos auch Vollwertige Titel herunter geladen werden. Neben grafisch aufgehübschten NES Spielen (mit dem Titel Zusatz BS) gab es auch exklusiv Titel wie F-Zero 2 oder eine Excitebike Variante mit Mario. Obwohl viele Hersteller Unterstützung zusagten, entwickelten Nintendo und Square am Ende alleine Titel für das Satellaview. Am Gerät selbst war eine Mulde vorhanden, in die ein Modem sollte, mit dem dann echtes Online spielen möglich gewesen wäre, aber weil das Satellaview floppte, wurde es nie veröffentlicht. Gründe hierfür sind wahrscheinlich 1. der späte Start 1995, und die mangelnde Unterstützung durch die Hersteller. Heute ist das Satellaview nutzlos, da das Satellitenprogramm nicht mehr ausgestrahlt wird. Aber es war sowieso nur in Japan zu empfangen. 






Spielkonsolen am Netz - Teil 1


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