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Spielkonsolen am Netz - Teil 3

Geschrieben von Arno am Dienstag, 9. Februar 2010 in Allgemeines

Nintendo am Netz Teil 1:




Von Nintendo ist bekannt, dass man sehr lange gegen Online spielen an Konsolen war. Man wollte lieber, dass man mit Freunden zusammen an der Konsole spielt, statt alleine zuhause.


Doch in Wahrheit hatte Nintendo in der Vergangenheit mehrfach Versuche gestartet, die aber alle gescheitert sind.


Fangen wir mal von vorne an:



Das Famicom entwickelte sich in Japan sehr schnell zu Erfolg. Gerade in dieser Anfangszeit brachte Nintendo viel ungewöhnliches Zubehör auf dem Markt. Neben ungewöhnlichen Eingabegeräten, konnte man das Famicom auch zum Heimcomputer aufrüsten. Aus dieser Zeit kommt auch das Famicom Modem. Das wichtigste gleich am Anfang: Man konnte nicht über das Internet spielen.


Das Modem war vielmehr dazu gedacht Inhalte anzuschauen. Neben Cheats für die damals noch sauschweren Spiele, gab es auch Witze, Nachrichten und Wettervorhersagen für Japan. Dann gab es noch den Super Mario Club, wo man Testberichte zu neuen Spielen lesen konnte. Außerdem konnte man sich die Börsenkurse ansehen. 


Das Modem wurde aber ein riesiger Flop. Es war langsam, belegte während seiner Nutzung die Telefonleitung und bot zu wenig. Schließlich war der Famicom eine Spielkonsole und kein Heimcomputer. Wahrscheinlich war das Modem wohl auch eher dazu gedacht, Eltern zu überzeugen. Offiziell hieß das Teil  Famicom Tsushin system, wobei das Tsushin für Communication steht.


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 1992 wurde auf der Consumer Electronics show in Las Vegas etwas völlig neuartiges Vorgestellt: Das Ayota Modem. Mit ihm solte es möglich sein Online gegen andere Spieler zu spielen. Das Modem sollte nicht nur für das NES sondern auch für das Sega Genesis entwickelt werden. Zudem sollte es möglich sein auf dem NES gegen Genesis Spieler zu spielen. Doch leider hatte das Modem, an dessen Entwicklung Atari Gründer Nolan Bunshell beteiligt war, mit vielen Problemen zu kämpfen. Anfangs war die Geschwindigkeit zu niedrig, um Überhaupt moderne Spiele spielen zu können. Außerdem gab es weder Lizenzen von Sega noch von Nintendo. Sega hatte bereits eigene pläne für ein Modem, doch dazu kommen wir erst im nächsten Teil. Durch die fehlenden Lizenzen war es schwierig Spiele zu entwickeln, die das Modem unterstützten. Insgesamt wurde an drei Titeln gearbeitet (Terran Wars, Battle Storm, Sea Battle), wovon jedoch keiner veröffentlicht wurde.



Das Modem wurde später in Teleplay umbenannt und sogar eine SNES Version war geplant. Leider kam das es aber nie in den Handel, obwohl es schon Werbeanzeigen in Zeitschriften zu sehen gab.


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1991 entwickelte die Minnesota State Lottery ein Modem, mit dem man per Internet Lotto spielen können sollte. Das Projekt durch den großen politischen Druck wieder eingestellt. Schließlich sollten Kinder nicht in Kontakt mit Glücksspiel kommen. 




Spielkonsolen am Netz - Teil 1


Spielkonsolen am Netz - Teil 2


Spielkonsolen am Netz - Teil 3


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