1

Sega SG-1000 - Die vergessene Konsole

Geschrieben von Arno am Montag, 25. Januar 2010 in Sega

Am 15 Juli 1983 veröffentlich Sega das SG-1000 (Sega Game 1000). Erfahrung mit Arcade Automaten hatte man bereits seit den 60ern (damals noch mechanisch), warum also sollte man sich nicht auch auf dem neuen Markt versuchen. Probeweise wurde das SG-1000 bereits 1981 in kleiner Stückzahl veröffentlicht. Leicht sollte es aber nicht werden für Sega, den ebenfalls am 15 Juli veröffentlichte Nintendo das Famicom und der Atari 2800 (die japanische Version des 2600) stand auch schon in den Startlöchern, den man aufgrund seines Erfolges in den USA für den größten Konkurrenten hielt.




sg1000

Der rote Knopf ist der Pause-Button, den Sega bis zum Master System an der Konsole anbrachte.



Das SG-1000 kam mit einem Digitalen Joystick, der wie beim Famicom fest mit der Konsole verbunden war. Ein Port für einen 2. Controller oder anderes Zubehör war aber auch vorhanden. Ursprünglich war auch ein Verkauf in den USA geplant (die Spiele Verpackungen waren anfangs zweisprachig), aber nach dem Cash des Videospiele Marktes von 1983 nahm man davon Abstand.


Das SG-1000 lag aber schon bald weit hinter Nintendos Famicom, obwohl beide ungefähr gleich teuer waren (15,000 Yen, ca. 100 Euro). Gründe dafür waren, dass das Famicom leistungsstärker war (durch einen zusätzlichen Grafikchip), mit dem Gamepad den besseren Controller hatte und mit Donkey Kong einen absoluten Knüller im (noch kleinen) Spielesortiment hatte. Um noch Marktanteile zu gewinnen, schob Sega noch im Jahr 1983 eine Heimcomputer Variante des SG-1000 nach, das SC-3000. Dieser fand auch über externe Anbieter den Weg in andere Länder wie, Italien, Spanien, Australien, Neuseeland und Süd-Afrika, wenn auch nur in kleinen Stückzahlen.




SC3000

Das SC3000, später folgte das SC3000H, der mehr RAM bot.




Durch Zubehör konnte auch das normale SG-1000 zum Heimcomputer umgebaut werden. Trotz allem verlor Sega recht schnell das Interesse am SG-1000 und schob nach nicht mal einem Jahr einen Nachfolger auf dem Markt. Das SG-1000 2 oder auch Sega Mark 2. Außer einem neuen Design (bei dem der Zusatzport für die Tastatur an der Vorderseite lag) und neuen, vom Famicom abgeschauten Controllern, änderte sich nicht viel. Die Spiele konnten auch weiterhin auf dem alten SG-1000 gespielt werden.




sg1000ii

Den "Mini-Joystick" am Pad des Mark 2 konnte man abnehmen




Am 20 Oktober 1985 brachte Sega erneut einen Nachfolger auf dem Markt. Das Sega Mark 3. Dieses ist technisch identisch mit dem Master System, war aber in der Lage die alten SG-1000 Spiele zu benutzen. Trotzdem es dem Famicom sogar in manchen Bereichen technisch überlegen war, konnte es den zu 95% von Nintendo regierten japanischen Markt nicht mehr umdrehen.


1987 brachte Sega das Mark 3 noch als Master System in die japanischen Läden, aber das Mega Drive sollte ja bald kommen...




segamark3

Das Mark 3 konnte auch Spiele auf sogenannten "MyCards" lesen.




Heutzutage ist ein SG-1000 sehr schwer zu finden, selbst in Japan. Wenn dort mal eins auftauchen, schießt der Preis schnell mal auf über 300 Euro. Das ist auch der Grund warum selbst James Rolfe (AVGN) noch keines Besitzt. Auch interessant ist Segas 1. Maskottchen aus der SG-1000 Zeit, Opa-opa aus dem Spiel Fantasy Zone, ein eiförmiges Raumschiff.   

0 Trackbacks

Keine Trackbacks

1 Kommentar

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
thomas
19.01.2011 19:35

Salü,
ch besitze eine SG1000-II Konsole.. Was hat die für einen c.a wert.. (Antwort)

 

Antwort


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Copyright © 2017 Retroverse Blog Theme based on Laptop Geek. Impressum